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  • Caro Schaefer

Wie sich stolpern anfühlt

Wie fühlt sich eigentlich stolpern an?

Zwei blaue Haken.

… schreibt.

Ok. Probenblock Nummer zwei.

Cottbus. Es regnet. Das hat es auch schon in Berlin. Der folgende Weg ist bereits bekannt. Wir trotten los.

Übersteigen.

Umgehen.

Springen über.

Pfützen.

Wir erreichen das Piccolo mit geöffneten Türen. Begrüßen einander. Kommen an, in dem wir erstmal wieder Platz nehmen. Irgendwas liegt in der Luft. Als wIr voll_zÄhlig sind, treffen wir uns im SAAl. Das Bühn_eNbild wartet sChon auf uns. Neugierig wagen sich die eRsten mit vorSich_tigen Sch_riTTe darauf. Es ist unruhig und laut. StiMmengew_irr. Wir treffen uns in einem großen StEhkReis auf der B_ühne. Die Lück_en im Kreis werden durch diEjenIgen geschlOssen, die eben noch ih_re Sachen auf eINen der freien Plät_ze im PubLikuMsber_eich stellen. Da steHen w_iR nun und se_hen einAnd_er an. Alle. Der PlAn für de_n heutigen Pro_be_ntag wird koMMunizi_ert. Es folgt ein RaUmlaUf. Es folgt ein AufW_ärmspiel. Es foLgt d_ie Teil_ung der GrupPe. EiN Teil blEIbt i_m Saal. Der and_ere Teil gEht in den TanZ_saal. Wir beGin_nen zu pR_oben. Wir l_iege_n etwas dEm Zeitpl_an hiNterher. Das ist o_k. Wir prOBen wEiter. Und weitEr. O_k. MiTTagspa_use. Die TanZG_ruppe macht eI_ne halbe STu_nde länger, sOdas_s sich aLLe erst wie_der gegen 1_5:3_0 im SaaL zusamMenfInD_en. Wir fÜ_gen uns zusam_men. Wir kOm_men zusammen auf die BüHne. Tanz und Text. Doch irgeNdwa_s pasSt nicHt. IrgEndwas g_eht niC_ht auf. Eine weiTere SzeN_e wird probiErt. Gehen. Immer weiter gehen. Jetzt bleibt jemand stehen. KanNst du les_en? JetZT. GeHEn. Stehen. Lesen. Nochma_l tAnzen. LeSen. Abg_an_g. AuftrITt. PiZZ_en werden pa_ral_lel beSteLlt. E_Inen Du_Rchlauf noch. AbschlUSsrunde. Wie _geht es eu_ch? Was nehMt ihr mIt? Prob_enschluSs. Wir bleiben zusaMMen im FOY_er sitzen. Reden mit_einander. Trinken. Dann kommt die PizZ_a. Im KoLLektiv zieHt es alle raus m_it Pizza und Geträ_nk. Raus zur SoNNe, die e_ndlic_h scheint. Es wird sich vIEl über den heutiGen Tag au_sgeTAuscht. Für die Berli_Ner geht es zur UntERkunft. Gepäck aBStellen. BeTTen bezie_hen. Zurück. AbeNd aU_skl_ingen lassEn. IrgeNdwANn schlafen geH_en wollen. Da_nn schlAfen geh_en.

Ok. Der zW_Eite ProbEntag steH_t an. Es steht viel A_uf dem ZeT_Tel. Die BerL_iner*in_en frühstücken. DiskusSioNen über Nu_ss No_ugat AufstricH werden geführt. Brötc_hen. Müsli. Jogurt. Ein_en Apfel. Etwas verSpätet koMMen wir beim Thea_ter an. Es wird noch ein KafFEe ausgesche_nkt, dann treffen wir uns im Ste_hkrEis. Wie geht es dir? Was erwartest du dir von der Probe? Um warM zu weRden, spielen wir dA_s NiNja-Spi_el. Da_s ge_ht end_los. Also gefühlt. Jula und Magda sind die GeWinN_er*innEn. Es geht los. Wir trEnnEn uns erneu_t. Die TäNZer*innen bleiben auf der B_ühne. Die Choreo_grAFie soll nocHmal umgGEStellt und üb_erarbeitet wer_den. Trotz MuskelKATer, der in den Be_INen hängt. Wäh_rend_desSEn wird in einem der aNder_en ProBeräume paraLLel gep_robt. ZWei DUos. Zw_ei Te_xte. Einige verbleiben im FoYer und lern_en Text. Vor der MittagSPause werden Text und TaNz komB_iniert. Die Änderungen machen glücklich. Es gibt MiTT_ag. Nach der PaU_se folGt ein Durchlauf von aLLen bisher geprobt_En Szenen.Doch die StimM_ung ist fraGil. Es wird ko_MpL_iziE_rt. Kompliziert. Die Nerve_n sind aUf_ge_rIEbe_n. Aufgerieben. Die Zahl der AnweS_enDen wird redu_ziert. Die SituAti_on küHlt ab. Die NervEn sind trotzdem str_apaz_iert. Gemeinsam sehen wIr uNs später das ErgE_bnis an. Wir schaFF_en den Ta_g. Wir sind geschAF_ft für den Tag. Gem_einsAm treffen wir uns zur AbSchluS_srund_e. Die GefüHL_e sind unterschie_dlich. GeschaF_ft verlasSEn wir die Pr_obe. Im Anschluss besteht einiges an RedE_Bedarf. ChIL_len. Später ein BierCh_en. Es wird noch FußBA_ll geguckt. Einige wenIge schlen_dern noch in eine BA_r. Die zweite Nacht auf der GuMm_imatra_Tze steht bevor.

Ok. Der driTTe Probe_nt_ag ist da. Irgendwie ist es ein troST_loser SoNntAg. Dieser le_tz_Te Tag. Früh_stück wie gEstern. Wieder unteR_haLten wir uns über NuSs Nuga_t Aufstrich. 30 EiEr sind gek_ocht worden. Jetzt sind sie aLL_e. Wir haben kEIns von den 30 abbeK_ommen. Die beNU_tzte BettwäSCHe stapelt sich in ein_em viel zu klein_en Wäsch_ekoRb im HerbeRgs-Eingan_G. Wir schlEN_dern zur PR_obe. Wir sind pünktlIC_h zur Vor_besprec_hung da. Kurz reDen wir über die gestRI_ge StiMMung. Dann wird der Tag gepL_ant. Um zehn trefFEn wir uns alle wie die T_age zuvor im Sa_al. TagESziel ist heute eine weIT_ere Szene zu steLLen und dann einen DuRC_hlauf mit allen bishEri_gen SzeN_en zu mAchen. Dieses Ziel errEi_chen wir pÜN_ktlich zum MiTTag. Im Ansc_hluss stehen Kostü_Mproben, IntE_rviews und PorTa_itshooting für die SpiEL_er*innen an. NeB_enbei besPricht das Te_am die verg_anG_enen TaG_e und klärt ab, was bis zum näc_hstEn WochE_nende noch zu klÄren ist. Um halb füNf machen sich die BErliN_er*innen auf den HeimWeg. Die RegiON_albahn ist überfüLLt. DennOch bekomM_en wir aLLe ein_en PlAtz. Alle hÄN_gen so ihRen Geda_nken nach. EiniGe schLafe_n. An_dere hören M_uSik. Jemand spiELt ambitiOniert MaRio Car_d auf sei_nem SmaRTpho_ne. Ohne VerSpäTung hält der Z_ug am Ost_kr_euz. Wir steIgen a_us. Es wird geklÄ_rt, wer mit weLCher Bahn oder Bus fÄhrt und wer sich mit weM den HeIMweg teilt. RinGBahn? Wir nehm_en den Bus. Ich fahr mit S3, 5 oder 7. Ich auch. Wir verabschieden einander und trennen uns.

So fühlt sich stolpern an.

Gesendet.


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